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MARKTPLATZ

'In allen Geschäftsbereichen zufrieden'

Erstmals in der Geschichte der Oberschleißheimer Baugenossenschaft gehört der amtierende Bürgermeister dem Aufsichtsrat an. Die Generalversammlung der Baugenossenschaft Ober- und Unterschleißheim am Mittwoch im Bürgerzentrum wählte einstimmig Christian Kuchlbauer in das nun sechsköpfige Aufsichtsgremium, dem die Bürgermeister von Unterschleißheim und Garching seit Jahren regelmäßig angehören. Kuchlbauer sagte, er sei "mit der Baugenossenschaft groß geworden", nachdem sein Vater Sebastian lange Jahre dort als Vorstand gewirkt hatte.
Auch wenn aktuell keine Neubauprojekte in Oberschleißheim laufen, hat die Baugenossenschaft dort 2014 üppig investiert. Vorstandsvorsitzender Roland Graf bilanzierte eine Rekordinvestition von 1,2 Millionen Euro in Instandhaltungsmaßnahmen, von denen der Löwenanteil nach Oberschleißheim geflossen ist. Ein Wohnblock an der Mittenheimer Straße wurde saniert, ein Block an der Blumenstraße saniert und erstmals mit Balkonen ausgestattet und an der Ringstraße wurde eine Wohnanlage umfassend energetisch modernisiert und generalsaniert. Damit sei dort aber auch "ein neues Schmuckstück" entstanden, freute sich Graf.
Die Investitionen zur laufenden Sanierungen und Modernisierung würden auch in den kommenden Jahren "auf hohem Niveau gehalten", kündigte er an. Dies sei einerseits nachhaltig, andererseits würden es unmittelbar die Bewohner "bei ihrer Heizkostenabrechnung spüren".
Weiterhin herrsche "enorme Nachfrage" nach Wohnraum, schilderte Graf. Eine örtliche Baugenossenschaft habe da "nicht das Potenzial, gegenzusteuern", sagte er, "aber in unserem bescheidenem Maße werden wir weiter Wohnungen schaffen". Aktuell wurde die Wohnanlage „Mühlfeld Trio“ in Garching übergeben und in Unterschleißheim die „Lohwald Oasen“ fertiggestellt. Er habe "in überschaubarer Zukunft keine Bedenken, dass jemals Wohnungen von uns leer stehen werden".
Ausdrücklich betonte Graf, dass für die horrenden Bau- und Mietkosten keineswegs nur ein überhitzter Markt verantwortlich sei. "Die Kosten steigen auch durch eine enorme Bürokratie", klagte er, "hier muss irgendwann mal ein Umdenken kommen".
In dem florierenden Umfeld sei die Baugenossenschaft "in allen Geschäftsbereichen zufrieden", versicherte er den rund 100 Besuchern. Der Jahresabschluss 2014 weist eine Bilanzsumme von 68,7 Millionen Euro aus. Erwirtschaftet wurde ein Jahresüberschuss von 700.000 Euro.
Aufsichtsratsvorsitzender Leonhard Liegsalz, der turnusgemäß ebenfalls einstimmig wieder in das Gremium gewählt wurde, berichtete, dass die Verträge mit den Vorständen Roland Graf und Klaus Henry um fünf Jahre verlängert worden seien.


24.06.2015    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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