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Reingewaschen von Sünden der Ausbildung

Reingewaschen von Sünden der Ausbildung

Die Schreiner Group bewahrt die alte Tradition der Druckerzunft und taucht alle Auszubildenden der grafischen Industrie nach bestandener Abschlussprüfung in einen großen Wasserbottich. Am Freitag wurden am Firmensitz am Bruckmannring die Junggesellen wieder von ihren „Sünden“ reingewaschen.
Die ersten Trommelschläge der Schleißheimer Schlosspfeiffer geben das Startzeichen und Gautschmeister, seine Packer und die Kornuten – so die traditionelle Bezeichnung für die Gesellen – marschierten auf. Seit zehn Jahren spielt Dieter Eckardt den Gautschmeister. „Dieser Jahrhunderte alte Brauch gehört quasi zur Ausbildung“, sagt Eckardt, der die Fertigung 3 bei der Schreiner Group mit mehr als 80 Mitarbeitern leitet. Als gelernter Buchdrucker und Druckingenieur ist er selbst auch gegautscht worden: „Ich war damals der einzige Lehrling und wurde ordentlich in den Bottich getunkt.“
Mittlerweile hat sich die grafische Industrie vom Setzen einzelner Letter hin zum Digitaldruck enorm weiterentwickelt und die Berufsbilder sind mitgezogen. Deshalb werden heute neben den Druckern auch Mediengestalter, Verpackungsmittelmechaniker und Maschinen-/Anlagenführer gegautscht.
Die Tradition will es, dass jeder Geselle symbolisch von „Unfug, Fehlerhaftigkeit und Murkserei“ während der Lehrzeit reingewaschen wird. Als Erinnerung an den besonderen Tag erhalten die frisch gewaschenen Gesellen dann ihren Gautschbrief und können sich bei einer Brotzeit gemeinsam mit allen Gästen stärken.


07.09.2012    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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