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ORTSGESCHEHEN

Nächste Etappe wird konkreter

Der breite Dialog zur "Quartiersentwicklung Mittenheim" soll weitergehen - und er wird im nächsten Schritt jetzt konkreter werden. Das sind die zentralen Erkenntnisse des Katholischen Männerfürsorgevereins aus der ersten Vorstellungsrunde vor Gemeinderat und Anliegern. Zur Wohndichte und Höhenentwicklung der Gebäude will der Verein jetzt konkrete Vorschläge liefern und Zahlen zu den Infrastrukturkosten und ihrer Aufteilung.
Die zentrale Erkenntnis aus der ersten Etappe des Dialogprozesses ist für den Männerfürsorgeverein, dass der Dialog selbst fortgeführt werden muss. Ein Projekt in dieser Größenordnung benötige "eine sorgfältige Erörterung aus unterschiedlichen Perspektiven", heisst es in der Bilanz der ersten Vorstellungsrunde, und dafür sei "Zeit notwendig".
Mit dem Gemeinderat werde intensiver Kontakt gehalten, dazu würde den Nachbarn in der Mittenheimer Siedlung "besondere Wertschätzung entgegengebracht", verspricht der Verein. Als nächste Stufe der Konkretisierung will man nun mit Gesellschaften, Genossenschaften und Investoren für die Bebauung sprechen.
Der Verein will die Fläche von möglichst unterschiedlichen Partnern mit unterschiedlicher Ausrichtung bebauen lassen, um so eine möglichst vielfältige Bewohnerstruktur zu erreichen: Vom Privatinvestor im Hochpreissegment auf dem freien Immobilienmarkt bis hin zum Männerfürsorgeverein selbst, der sich 40 Prozent des Bauvolumens vorbehalten und dort auch Wohnungen für sozial schwache Mieter oder zu Eingliederungszwecken anbieten will.
Die absolut offene Form der Projektentwicklung sei mit der Vorstellung auch schon an ihre Grenzen gestoßen, heißt es in der Bilanz des Vereins. Speziell bei den geplanten Wohnquartieren müsse man nun konkreter erarbeiten, wie diese aussehen sollen.
Ein Schwerpunkt der Debatte hatte sich daran entzündet, dass einerseits möglichst wenig Fläche versiegelt werden solle, andererseits die Höhenentwicklung limiert. Der Männerfürsorgeverein muss dazu jetzt erstmal intern mit spitzer Feder kalkulieren, welche Baumassen er erreichen will, um das Großprojekt wirtschaftlich abwickeln zu können.
Auch das Rathaus braucht konkretere Zahlen, um abschätzen zu können, welche Folgelasten an Verkehrserschließung, Kindertagesstätten und ähnlicher Infrastruktur das Gebiet fordern wird und wieviel davon die Investoren bezahlen müssen.
Als neue Anregung nimmt der Verein in die weiteren Planungen auf, die Wohnbebauung an den Rändern mit der umliegenden Flur zu verzahnen. Bisheriges Konzept war gewesen, das Quartier klar zu begrenzen mit den Wohnblöcken um die grünen Lungen als Abschluss nach außen.
Der Verein sehe sich unverändert "in langfristiger Verantwortung" für die Entwicklung, wird in dem Papier versprichen, der eingeleitete Dialog werde "ohne zeitlichen Druck und ergebnisoffen fortgeführt".


23.07.2017    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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