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ORTSGESCHEHEN

Mieten als Armutsrisiko

Mieten als Armutsrisiko

Über "Armut im reichen Landkreis München" referierte die Stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD) am Freitag beim VdK. Nach der amtlichen Armutsdefinition seien statistisch im Landkreis München nur 0,5 Prozent der Bürger von Altersarmut betroffen. "Die Dunkelziffer ist aber groß", betonte Ganssmüller-Maluche, da aufgrund der überproportional hohen Mieten die bundesweiten Werte nicht aussagekräftig seien.
Sie schilderte dabei den Fall einer Unterschleißheimerin, die mit einer Rente von 1150 Euro weit außerhalb der statistischen Altersarmut liege, die aber warm 850 Euro Miete bezahle. So müsse sie von 300 Euro leben. Die Suche nach einer günstigeren Wohnung war erfolglos.
Von ähnlich hohe Mieten und Sorgen um das tägliche Leben erzählten auch die Anwesenden. Ein 62jähriger sagte, er könne noch arbeiten und sich Skiausflüge und Fahrradreisen leisten. "Was aber ist, wenn ich Rentner bin und viel weniger zum täglichen Leben habe? Kann ich mir dann noch solche Hobbys leisten, die mich gesund halten und glücklich machen?“
Brigitte Scholle, die Vorsitzende des VdK, betonte, dass sie über den Sozialverband immer wieder von Menschen angesprochen werde, die solche Armutssorgen haben. Es handle sich nicht mehr um Ausnahmen, sondern um eine große Zahl Betroffener. „Teils schämen sie sich auch und trauen sich gar nicht, bei den Behörden Unterstützung zu beantragen", sagte sie.
Beim Gesprächsabend: (v. li.) Christel Haimerl, Marianne Bittner, Vorsitzende Brigitte Scholle, Else Paul, Stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche, Martha Fuchs und Sigrid Rick.


20.02.2017    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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