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ORTSGESCHEHEN

Gewerbegebiet soll an die Dachauer Straße

Gewerbegebiet soll an die Dachauer Straße

Das geplante nächste große Gewerbegebiet soll südlich der Dachauer Straße am westlichen Ortsrand entstehen. Der Gemeinderat hat sich mit den Stimmen von SPD, FWG und FDP darauf festgelegt, mit dieser Variante in die Verhandlungen mit dem Freistaat zu gehen. CSU und Grüne hätten das neue Gewerbegebiet lieber weit südlich des Ortsendes angesiedelt, an der Westseite der Sonnenstraße (auf dieser Grafik Fläche 7d).
Oberschleißheim möchte bis zu 15 Hektar Gewerbefläche aus Staatsgrund entwickeln, eventuell auch auch unter eigener Regie. Aus dem rund ein Dutzend Flächen unterschiedlicher Größen, die der Immobilienverwerter des Staats angeboten hatte, kamen ach einer Voruntersuchung überhaupt nur die zwei in die engere Wahl, um die es dann zur Kampfabstimmung kam.
Wegen der fußläufigen Nähe zum Ort und der weiteren Entwicklungsmöglichkeiten entlang der Dachauer Straße nach Westen passe die favorisierte Fläche "sehr gut ins Ortsbild", sagte Hans Hirschfeld (FWG). "Ortsplanerisch grundfalsch" fand es hingegen Markus Büchler (Grüne), nach Gewerbegebieten im Norden und im Süden jetzt noch einen neuen Standort im Westen zu eröffnen. "Umzingelt von Autobahnen sind wir schon", sagte er, "und jetzt dann auch noch von Gewerbegebieten".
Während für den Standort Sonnenstraße angeführt wurde, dass die Lage in umittelbarer Verlängerung des Universitäts-Campus der Tierärztlichen Fakultät nach Süden ideal sei, um dort eine Anbindung für Ausgründungen der Uni zu erzielen, argumentierte die Gegenseite konträr: gerade um der Uni Luft zu lassen, sei das Gewerbegebiet woanders besser aufgehoben. Und wenn das Wachstum des Campus in Jahrzehnten so weit südlich vorangeschritten wäre und die Uni dort dann ein Gewerbegebiet angliedern wolle, dann wäre das eine völlig neue Situation, jedenfalls aber nicht das Ziel der akuten Gewerbeentwicklung.
Völlig unterschiedlich argumentiert wurde auch mit der potentiellen Westumgehungsstraße, die dereinst mal an der Sonnenstraße in etwa da abzweigen soll, wo die südliche Flächenalternative liegt. Ideal, um Gewerbegebiet und Straße aufeinander zu beziehen, sagten die einen; das Gewerbeprojekt könne die Straßenplanung nur behindern, warnten die anderen.
Peter Benthues (CSU) mahnte, dass sich ein Gewerbegebiet südlich der Dachauer Straße nicht nur nach Westen fortsetzen könne, sondern perspektivisch auch nach Norden, über die Straße, in jene Freifläche westlich des bebauten Ortsrands, die mit dem Bürgerbegehren vor wenigen Jahren für tabu erklärt worden war. "Irgendwann wird der Hunger auf diese Fläche kommen", prophezeite er.
Das sah Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FWG) gelassen. "Dann wird vielleicht ein neues Bürgerbegehren kommen", sagte er. Auch er sprach sich klar gegen die Fläche an der südlichen Sonnenstraße aus: "Da ist das Gewerbegebiet versteckt". Und solange die Umgehungsstraße nicht gebaut sei, ziehe der Standort nur Verkehr in den Ort.
Am Standort an der Dachauer Straße, wo 32 Hektar in Staatsbesitz sind, muss jetzt flächenscharf geklärt werden, wie das Gewerbegebiet aussehen soll. Problemfälle sind noch der ökologisch hochwertige Moosgrund an der Stelle und die nötige Querung des Dachauer Kanals zur Anbindung der Fläche.

Die Grafik der Gemeinde zeigt die mögliche Lage des neuen Gewerbegebiets; die rote geschwungene Linie am Bildrand ist die Autobahn A92, die gelbe Linie parallel die geplante Umgehungsstraße West. Nördlich der B471, die quer durchs Bild verläuft, liegt die Ertl-Siedlung. Zwischen Gewerbegebiet und St.Hubertus-Straße verbleibt eine Freifläche. Denkbar ist als Alternative auch eine Nord-Süd-Ausrichtung entlang des Lehr- und Versuchsgutes (am Bildrand unten).


14.02.2017    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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